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Instagram für Ernährungsberater und Coaches: Man sieht dich, aber nicht, wie du arbeitest
KI-generiertBei Instagram für Ernährungsberater und Coaches hatte ich schon länger einen Eindruck: Man sieht die Person und ihr Wissen, aber kaum, was in einem Termin eigentlich passiert. Ich wollte wissen, ob das stimmt oder ob ich nur zufällig immer dieselben Profile sehe.
Also habe ich mir 30 Anbieter aus Ernährungsberatung, Beratung und Körperarbeit mit insgesamt 353 Beiträgen angeschaut. Ich hatte damit gerechnet, dass aus dem eigentlichen Beratungsalltag eher wenig zu sehen sein wird. Wie wenig es tatsächlich war, hat mich dann doch überrascht. Bei den Profilen aus Ernährung und Beratung zeigten von 233 Titelbildern gerade einmal fünf eine Arbeitssituation. Dabei wäre genau das für jemanden interessant, der überlegt, einen Termin zu buchen.
Titelbildern zeigen bei Ernährungs- und Beratungsprofilen eine Arbeitssituation. Das ist das Ergebnis meiner Recherche mit 30 Anbietern und 353 Beiträgen im September 2026.
Die Profile waren deshalb nicht schlecht. Am häufigsten war die Person selbst zu sehen, und viele teilen ihr Wissen verständlich und nahbar. Was trotzdem oft fehlt, ist ein Einblick darin, wie ein Termin tatsächlich abläuft. Den kannst du zeigen, obwohl du keine Klienten fotografieren darfst, und für den Anfang reichen drei kleine Änderungen.
Inhaltsverzeichnis
- Instagram für Ernährungsberater: Gefallen ist noch nicht Buchen
- Dein Gesicht beantwortet noch nicht, wie ein Termin bei dir ist
- Warum zeigen so wenige, wie ihre Arbeit abläuft?
- Erzähl den Termin als kleine Geschichte
- Was kannst du zeigen, wenn du keine Klienten fotografieren darfst?
- Der Ablauf war oft da, er stand nur an der falschen Stelle
- Beschreib, was im Termin passiert, und nicht, was er bewirken soll
- Was ich zuerst ändern würde
- Häufige Fragen
Instagram für Ernährungsberater: Gefallen ist noch nicht Buchen
Deine Beiträge kommen gut an, es gibt Herzchen und nette Kommentare, aber kaum jemand fragt nach einem Termin? Wer sich für deine Beratung interessiert, möchte sich vorher vorstellen können, wie es ist, mit dir zu arbeiten. Bevor jemand seinen ersten Termin bucht, hat er meistens ganz praktische Fragen. Ich kenne sie aus eigener Erfahrung: Ich habe früher im Support bei Sasha Walleczek gearbeitet, der österreichischen Ernährungsberaterin hinter der Faustformel, und dort habe ich solche und ähnliche Fragen immer wieder gehört:
- Was passiert beim ersten Termin?
- Muss ich etwas mitbringen?
- Was wird da genau gemacht?
- Wie läuft so eine Beratung überhaupt ab?
- Wie viel kostet es?
- Muss ich da alles über mich erzählen, auch Sachen, die ich gar nicht erzählen mag?
- Was unterscheidet dieses Programm eigentlich von anderen Programmen?
Auf vielen Profilen finden Interessenten darauf keine Antwort. Dann googeln sie: Fragen wie „Was macht man in einer Ernährungsberatung?“ oder „Wie läuft ein Coaching ab?“ stehen bei Google bei jedem dieser Berufe ganz vorne. Wer die Antwort schon auf deinem Profil findet, muss nicht weitersuchen. Dort entscheidet sich, ob aus einem Herzchen eine Anfrage wird.
Dein Gesicht beantwortet noch nicht, wie ein Termin bei dir ist
Dass so viele ihr Gesicht zeigen, finde ich grundsätzlich gut. Gerade bei Beratung, Coaching und Gesundheit will ich schließlich wissen, mit wem ich es zu tun habe. Ein Foto von dir kann sympathisch wirken, Vertrauen aufbauen und dafür sorgen, dass dein Profil nicht wie eine anonyme Infoseite aussieht. Nur beantwortet dein Gesicht noch nicht die nächste Frage: Wie ist es eigentlich, bei dir einen Termin zu haben?
Ich kann dich auf zehn Fotos sehen und trotzdem nicht wissen, ob du hauptsächlich zuhörst, viel erklärst, gemeinsam mit mir Unterlagen anschaust oder ob ich für den ersten Termin überhaupt schon etwas vorbereiten soll. Genau das fehlt mir auf vielen Profilen. Ich sehe, wer da arbeitet. Ich sehe auch, was die Person weiß. Ihre Arbeit kann ich mir trotzdem noch immer nicht richtig vorstellen.
Warum zeigen so wenige, wie ihre Arbeit abläuft?
Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass niemand etwas zu zeigen hätte. Bei einem Friseur oder in einer Konditorei ergibt sich das Motiv fast von selbst. Bei einer Ernährungsberatung ist das schwieriger. Ein großer Teil der eigentlichen Arbeit findet im Gespräch statt. Dort sitzt dir normalerweise ein Klient gegenüber, den man aus gutem Grund nicht einfach fotografiert und auf Instagram stellt.
Dazu kommt, dass viele gar nicht wissen, was sie stattdessen zeigen sollen. Ein Gespräch sieht auf einem Foto erst einmal aus wie zwei Menschen, die an einem Tisch sitzen. Wer im Gesundheitsbereich arbeitet, überlegt außerdem sehr genau, was er formulieren darf, ohne eine Wirkung oder Heilung zu versprechen.
Dann ist es leichter, ein Foto von sich selbst zu machen oder einen Tipp als Karussell zu posten. Nur verschwindet dabei ausgerechnet der Teil, der für einen Interessenten besonders spannend wäre: Was passiert eigentlich, wenn ich bei dir buche?
Erzähl den Termin als kleine Geschichte
Du musst dafür keinen kompletten Beratungstermin nachspielen. Stell dir lieber vor, du erzählst eine kleine Geschichte. Bei einem Ernährungscoach könnte diese zum Beispiel so beginnen: Vor dem ersten Termin richtest du deinen Tisch her, stellst Wasser bereit und legst dein Notizbuch zurecht. Dann zeigst du, womit ihr euch im Gespräch beschäftigt. Vielleicht liegt eine mitgebrachte Zutatenliste auf dem Tisch, und du erklärst, worauf ihr gemeinsam schaut. Danach sieht man dich bei deinen Notizen oder dabei, wie du nach dem Termin etwas vorbereitest.
Bei einer systemischen Beraterin könnte die Geschichte mit dem Onlinetermin beginnen, mit dem Laptop, einer Tasse Tee und dem aufgeschlagenen Notizbuch. In einer Massagepraxis ist es vielleicht die frisch bezogene Liege, bevor der erste Gast des Tages kommt. Damit hast du noch keinen echten Klienten gezeigt. Trotzdem entsteht im Kopf ein Bild davon, wie ein Termin bei dir aussehen könnte.
Darum geht es
„Zeig, worum es in deiner Beratung geht, und vor allem, was du dabei konkret machst.“
Was kannst du zeigen, wenn du keine Klienten fotografieren darfst?
Meine Lieblingsmotive sind die unspektakulären Dinge, die sowieso zu deiner Arbeit gehören. Du kannst zeigen, wie du vor dem Termin den Raum vorbereitest oder beim Tisch sitzt und Unterlagen durchgehst. An einer Zutatenliste erklärst du etwas, ohne dass ein Klient zu sehen ist. Ein Ausschnitt, auf dem nur deine Hände und dein Notizbuch zu sehen sind, funktioniert genauso.
Bei einer Onlineberatung zeigst du deinen Arbeitsplatz kurz vor dem Gespräch. Auch der Moment nach einem Termin kann interessant sein, wenn du noch etwas notierst oder den Tisch wieder herrichtest. Das sind keine spektakulären Motive. Das müssen sie auch nicht sein. Sie helfen einem Interessenten dabei, sich deine Arbeit vorzustellen.
Wenn dir noch Ideen für deine Bilder fehlen, bekommst du im kostenlosen Bildideen-Finder nach fünf einfachen Fragen eine passende Bildidee.
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Profil-Check startenDer Ablauf war oft da, er stand nur an der falschen Stelle
Sechs Profile habe ich mir noch genauer angeschaut, also auch Reels angehört, Karussells bis zum Ende durchgeswipt und Highlights geöffnet. In vier dieser sechs Profile habe ich den Ablauf tatsächlich gefunden. Allerdings war er gut versteckt: im gesprochenen Text eines Reels, auf einem hinteren Slide im Karussell oder auf einer Unterseite der Website. Die Arbeit war also schon gemacht, sie stand nur an der falschen Stelle.
Bis zum siebten Slide swipt aber nur jemand, der ohnehin schon von dir überzeugt ist. Alle anderen sehen dein Profilbild, deine Bio, die ersten Kacheln und vielleicht noch deine angepinnten Beiträge, und dann entscheiden sie, ob sie bleiben.
Hier muss der Ablauf stehen
- Deine Bio sagt, was man bei dir bekommt.
- Einer deiner angepinnten Beiträge zeigt, wie ein Termin bei dir abläuft.
- Ein Highlight heißt „So arbeite ich“ oder „Dein erster Termin“.
- Die wichtigste Aussage steht im Karussell gleich auf dem ersten Slide.
- Der Link in deiner Bio führt auf eine Seite, die den Ablauf erklärt.
Beschreib, was im Termin passiert, und nicht, was er bewirken soll
Gerade in der Ernährungsberatung ist die Versuchung groß, mit dem Ergebnis zu werben. Ein Versprechen ist aber schnell zu groß, und dann wird es heikel. Du brauchst es auch gar nicht. Wenn du den Ablauf beschreibst, weiß der Leser, was ihn erwartet, und das nimmt ihm die Unsicherheit vor dem ersten Termin.
Klingt nach Versprechen
„Nach acht Wochen bist du deine Verdauungsprobleme los.“
Beschreibt den Ablauf
„In acht Wochen treffen wir uns viermal. Wir schauen gemeinsam auf deinen Alltag, und du probierst jede Woche eine kleine Veränderung aus.“
Formulierungsbeispiel, keine Rechtsauskunft.
Wenn du deine Bio und deine ersten Sätze so umschreiben willst, hilft dir das Hook- und Bio-Tool dabei.
Was ich zuerst ändern würde
Wenn eine Freundin mich fragen würde, wo sie anfangen soll, würde ich ihr nicht sagen, dass sie jetzt ihr komplettes Profil umbauen muss. Ich würde ihr drei Dinge in dieser Reihenfolge empfehlen:
- Schau dir zuerst deine Bio an.Versteht jemand, der dich noch nicht kennt, was er bei dir bekommt und wie du arbeitest?
- Pinn als Nächstes einen Beitrag an, der einen Termin bei dir zeigt.Er muss nicht deine ganze Methode erklären und keine zehn Themen auf einmal abdecken, es reicht ein einfaches „So läuft es bei mir ab“.
- Leg als Drittes ein Highlight an.Darin sieht man ein paar kleine Ausschnitte aus deinem Arbeitsalltag.
Mehr würde ich am Anfang gar nicht machen. Wer dein Profil zum ersten Mal besucht, muss nicht alles über dich wissen. Er soll verstehen, was du machst, und sich vorstellen können, wie es wäre, bei dir einen Termin zu haben.
Häufige Fragen
Muss ich auf Instagram mein Gesicht zeigen?
Es hilft, weil Menschen wissen wollen, mit wem sie es zu tun haben. Es ist aber nicht der einzige Weg. Auch deine Hände, dein Raum oder deine Stimme in einem Reel machen dich greifbar.
Darf ich Klienten auf Instagram zeigen?
Nur mit ihrer ausdrücklichen Einwilligung, und bei Gesundheitsthemen ist das besonders heikel. Viele verzichten deshalb ganz darauf und zeigen stattdessen das Drumherum. Das ist ein Überblick und keine Rechtsauskunft.
Wie erkennen Kunden einen guten Ernährungscoach?
Viele achten auf die Ausbildung. Was ich im Support aber immer wieder gehört habe, ist etwas anderes: Die Leute wollen das Gefühl haben, verstanden zu werden. Dieses Gefühl entsteht schon vor dem ersten Termin, wenn sie auf deinem Profil sehen, wie du mit Menschen sprichst und wie eine Zusammenarbeit bei dir abläuft.
Du musst also nicht mehr posten. Du musst nur früher zeigen, wie du arbeitest.
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Der Profil-Check zeigt dir die drei Stellen auf deinem Profil, bei denen sich eine Änderung am meisten lohnt.
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Andi
Ich bin Andi und zeige Selbstständigen in Coaching, Beratung und Gesundheit, wie sie ihre Arbeit so zeigen, dass Interessenten verstehen, was sie bei ihnen erwartet. Dafür entwickle ich einfache Tools, Checklisten und Vorlagen zum Selbermachen.
